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Rolex Cosmograph Daytona: Racing Legend

Schlicht „Chronograph“ heißen die ersten Uhren mit Stoppfunktion der Genfer Manufaktur Rolex zunächst. Der Preis: Wenig mehr als 200 Dollar. Die erste Referenz 6234 wurde zwischen 1955 und 1961 gebaut, pro Jahr verlassen etwa 500 Uhren dieses Typs die Fabrikation von Rolex. Ein besonderer Erfolg ist den Chronographen nicht vergönnt – bei den Händlern entwickeln sich die Uhren zu wahren Standuhren. Heute sind die Pre-Daytona genannten Modelle gesucht und rar – 20.000 Euro sind nur ein Einstiegspreis in eines der raren Modelle mit silbernem oder schwarzem Zifferblatt im Edelstahlgehäuse. 

Le Mans statt Daytona.

Zeitmessung und Rennsport liegen in den 1960er Jahren nahe zusammen, Rolex bewirbt sich um die Zeitnahme für verschiedene Rennen. Besonderen Status genießen die 24-Stunden-Rennen. 1964 ist sich das Rolex-Management sicher, Zeitnehmer für das Rennen von Le Mans zu werden – der Deal kommt nicht zustande, aber ein Chronograph mit dem Namen ist bereits geplant. 1965 erhält der erste Chronograph von Rolex den Namen Cosmograph, im selben Jahr tritt auch Daytona offiziell als Bezeichnung auf. Beim dortigen 24 Stunden-Rennen wird die Uhr als Siegprämie vergeben. Die Tachymeterskala auf der gravierten Edelstahllünette macht die Ermittlung der Durchschnittsgeschwindigkeit möglich. 


Mit der Referenz 6239 findet dann auch der Namensgeber einer bestimmten Ausführung zu seiner Rolex Daytona: Paul Newman. Der amerikanische Schauspieler mit den stahlblauen Augen fährt auch Rennen, erfolgreich und schnell. In Spitzenzeiten besitzt er seinen eigenen Rennstall, am Arm begleitet ihn dabei seit Ende der 60er Jahre eine Rolex Daytona. Für Sammler ist eine echte Newman Daytona ein Sechser im Lotto: Bis zu 150.000 Euro und mehr eine solche Uhr auf Auktionen erzielen. Dabei gibt es eklatante Unterschiede – nicht jede alte Daytona ist eine Paul Newman. Die originale Newman-Uhr trägt ein weißes Zifferblatt mit schwarzen Chronographen-Totalisatoren, rot gedruckter Skala für die Stoppsekunden sowie eine gravierte Tachymeterlünette in Stahl. Die Wertsteigerung ist bei diesem speziellen Modell enorm. 

Das Auktionshaus Phillips in New York erzielte für eine Uhr aus dem Besitz von Paul Newman sogar den absoluten Rekordpreis von 17.752.500 US-Dollar. Das sind umgerechnet 15 Millionen Euro. Die Gravur auf dem Boden „DRIVE CAREFULLY – ME“ ließ Newmans Ehefrau anfertigen.


Valjoux 72

Als Antrieb bei allen klassischen Daytona-Modellen mit Handaufzug kommt das Valjoux Kaliber 72 in verschiedenen Ausbaustufen zum Einsatz, erst 1988 lässt Rolex den Cosmograph Daytona zur automatischen Uhr werden. Als Antrieb wird El Primero von Zenith ausgewählt, bis heute ein Meilenstein der Chronographengeschichte. Mit 36.000 A/h ist es allerdings etwas zu temperamentvoll und wird bei Rolex entsprechend überarbeitet und erhält die Kalibernummer Kaliber 4030. Eine Reduktion der Frequenz auf 28.800 A/h sorgt für längere Gangdauer und auch längere Serviceintervalle – Einbußen für die Genauigkeit sind keine zu verbuchen. 


Ein eigenes Werk für die Daytona

Mit dem neuen Jahrtausend setzt Rolex neue Maßstäbe und entwickelt ein eigenes Uhrwerk für die Cosmograph Daytona. Das Kaliber 4130 hat 44 Lagersteine, 72 Stunden Gangautonomie und die Rolex-typische Kif-Stoßsicherungen für Unruh und Ankerrad. Äußerlich ist das neue Werk kaum sichtbar: Das Gehäuse gleicht dem Vorgänger, lediglich das Zifferblatt hat sich verändert. Hatte die Daytona mit Zenith-Werk die kleine Sekunde noch auf der Neun, verfügt das Rolex-eigene Kaliber über die laufende Sekunde bei sechs Uhr. Zudem liegen die Zeigerachsen von Minuten- und Stundenstopper außerhalb der Mittelachse im oberen Bereich des Zifferblatts. Dieses Layout hat nur eine Uhr auf dem Markt: Die Rolex Daytona Cosmograph.


2015 führte Rolex die neue Zertifizierung als „Chronometer der Superlative“ ein. Der neue Standard geht über die COSC-Chronometerprüfung hinaus und bescheinigt der Uhr auch strenge Rolex-eigenen Prüfungen an der fertig montierten Uhr.

Zur Baselworld 2016 stellte Rolex zwei neue Edelstahl-Varianten mit schwarzer Cerachrom-Monobloc-Lünette vor. Diese Lünette aus schwarzer Keramik soll an das Modell von 1965 erinnern, das ebenfalls eine schwarze Lünette trug. 2017 stellte Rolex die Daytona in Gelb-, Weiß- und Everose-Gold vor. Auch ist der Klassiker mittlerweile am Oysterflexband zu haben. Rolex weiß, wovon Legenden leben: Die Perfektion eines Mythos.